Details zu Ducati
Ducati 1199 Panigale R (2013)
Ducati 1199 Panigale R (2013)

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Hersteller: Ducati
Land:
Baujahr: 2013
Typ (2ri.de): Superbike
Modell-Code: k.A.
Fzg.-Typ: k.A.
Leistung: 195 PS (143 kW)
Hubraum: 1.198 ccm
Max. Speed: k.A.
Aufrufe: 24.180
Bike-ID: 3776
Produktion Bearbeiten
Baujahr 2013
Hersteller Ducati
Typ (2ri.de) Superbike
UVP ab Werk k.A.
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Motor Bearbeiten
Bauart V2, 4-Takter, Superquadro, Desmodromisch gesteuert
Bohrung x Hub 112 x 60,8 mm
Hubraum 1.198 ccm
Gassteuerung Desmo, 4 Ventile, L-Form
Gemischaufbereitung Elektronische Kraftstoffeinspritzung, Mitsubishi Kraftstoffeinspritzung, zwei Einspritzdüsen pro Zyl
Max. Leistung bei Drehzahl 195 PS (143 kW) 10.750 U/min
Max. Drehmoment bei Drehzahl 132 Nm 9.000 U/min
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Fahrleistung\Verbrauch Bearbeiten
Höchstgeschwindigkeit k.A.
Verbrauch auf 100 km k.A.
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Kraftübertragung\Antrieb Bearbeiten
Hinterradantrieb Kette
Anzahl der Gänge 6 Gänge
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Fahrwerk\Bremsen Bearbeiten
Rahmenart Aluminium Monocoque
Bremse vorne Doppelscheibe, 330 mm, radial montierte Brembo Monobloc M50-4 Bremssättel mit 4 Kolben, abschaltbares ABS (serienmäßig)
Bremse hinten Scheibe, 245 mm, 2-Kolben Bremssattel, abschaltbares ABS (serienmäßig)
Federweg vorne 120 mm
Federweg hinten 130 mm
Reifen vorne 120/70 ZR 17 (Pirelli Diablo Supercorsa SP)
Reifen hinten 200/55 ZR 17 (Pirelli Diablo Supercorsa SP)
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Maße\Gewichte Bearbeiten
Sitzhöhe 825 mm
Radstand 1.437 mm
Leergewicht fahrbereit 189 kg
Zugelassenes Gesamtgewicht k.A.
Tankinhalt 17 Liter
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Ausstattung Bearbeiten
Anti-Blockier-System (ABS) k.A.
Drosselung k.A.
Lieferbare Farben k.A.
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Service\Sonstiges Bearbeiten
Garantie Zwei Jahre Garantie ohne Kilometerbegrenzung
Führerscheinklasse k.A.
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Kurzbeschreibung Bearbeiten
Langbeschreibung Bearbeiten
Unglaubliche Performance und technologische Spitzenleistung erschaffen die neue Königin der Superbike-Familie. Die Rennstrecke stand Pate und machte die 1199 Panigale R zur exklusiven und edlen Interpretation aller Racing-Leidenschaft: Pleuel aus Titan, zahlreiche Komponenten aus Carbon, Ducati Performance Racing-Auspuff und ein betörendes Lackkleid, das von Ducati Corse inspiriert ist. Perfektion war noch nie so nah.

Unverwechselbar Ducati
Die gesamte Schönheit der Geschwindigkeit kommt im Design zum Ausdruck. Man braucht nur die Hände an die Lenkerstummel der 1199 Panigale zu legen, um den reinsten Wettkampfspirit in sich aufsteigen zu fühlen. Der Frontscheinwerfer taucht in die Lufteinlasskanäle und sorgt somit für eine perfekte Racing-Optik. Während sich die 1199 Panigale durch ihre LED-Ausstattung in den Standlichtern und Glühlampen im Scheinwerfer auszeichnet, findet man bei der S- und der S Tricolore-Version und der R ein vollkommen auf LEDs basierendes Beleuchtungssystem - eine absolute Neuheit auf dem weltweiten Motorradmarkt. Die elegante Form von Sitzbank und Heck wird durch die Anordnung des Auspuffsystems und das Full-LED-Rücklicht unterstrichen. Perspektiven und Linien wurden im Hinblick auf das Erzielen einer optischen Perfektion konzipiert und designt - jede einzelne Komponente ist ein Meisterwerk in Bezug auf das Zusammenspiel von Ingenieurskunst und Design: atemberaubendes Design im unverwechselbaren Ducati-Stil. Die 1199 Panigale ist ein Motorrad, das für Leistung, Eleganz und Wendigkeit steht. 

Extremer Bezugspunkt
Die 1199 Panigale setzt einen neuen, extremen Bezugsstandard in der Welt der Supersportbikes. Der Entwurf, aus dem die 1199 Panigale hervorging, verfolgte zwei scheinbar unmöglich zu erreichende Ziele, die jedoch absolut brillant umgesetzt wurden: eine Gewichtsreduzierung von 10 kg sowie eine Leistungssteigerung von 25 PS. Dieses Motorrad ist eine Art Meilenstein in der glorreichen Geschichte der Ducati-Superbikes.

Architektur
Der Motor wurde als Strukturelement des Rahmens gedacht, weshalb die gesamte Architektur im Hinblick auf eine optimale Konfiguration, Gewichtsverteilung und Robustheit überarbeitet werden musste. Die nach wie vor im 90°-Winkel zueinander angeordneten Zylinder wurden um weitere 6° nach hinten um das Motorgehäuse „gedreht", um somit zwischen dem vorderen Zylinder und der waagrechten Fläche einen Winkel von 21° zu erzielen. Aufgrund dessen konnte der Motor 32 mm weiter nach vorne gesetzt werden, was die Gewichtsverteilung zwischen Motorradfront und -heck optimiert und eine perfekte Positionierung der Anschlusspunkte der Zylinderköpfe am Monocoque-Rahmen der 1199 Panigale gewährleistet.

Perfekte Leistungen
Der Superquadro ist ein in Sachen Leistung auf diesem Planeten alles in den Schatten stellender Zweizylindermotor, der speziell zum Verbau in die neue und leistungstechnisch absolut perfekte Ducati 1199 Panigale entwickelt wurde. Mit seiner auf 195 PS bei 10.750 U/min gesteigerten Leistung steht der Superquadro als absoluter Meilenstein im Bereich der serienmäßigen Produktion von Zweizylindermotoren. Das Drehmoment konnte auf 13,5 kgm bei 9.000 U/m gesetzt werden und dank der Riding-Modes hat der Fahrer die Möglichkeit, die Leistungsabgabe des Motors an seinen Fahrstil und die Fahrbedingungen anzupassen.

Einlasssystem
Der durch den größeren Durchmesser der Einlassventile ermöglichte erhebliche Luftdurchsatz des Motors und die hohe Kraftstoffversorgung werden durch die neuen ovalen Drosselklappenkörper garantiert, deren Durchmesser im Vergleich zum 1198 Testastretta Evoluzione Motor von 63,9 mm auf beeindruckende 67,5 mm vergrößert wurde. Die Drosselklappenkörper werden über eine Full-Ride-by-Wire-System völlig voneinander unabhängig gesteuert und verfügen jeweils über 2 Einspritzdüsen: Die erste befindet sich unter der Drosselklappe und dient der Versorgung des Motors bei Einsatzbedingungen unter geringer Belastung, während die zweite, über der Drosselklappe positionierte Düse aktiviert wird, sobald eine höhere Motorleistung verlangt wird.

Die Atmung des Superquadro
Nachdem das Ziel einer optimierten „Motoratmung" erreicht wurde, konzentrierten sich die Entwurfsingenieure des Superquadro-Motors auf die nächste Herausforderung: Die Umsetzung einer Motorkalibrierung, die eine optimale Kombination von leistungsstarker Abgabe und regulärer Funktion gewährleisten sollte, was durch die Reduzierung der zyklischen Verbrennungsdispersion erzielt wurde. Im Rahmen dessen hat Ducati ein Sekundärluftsystem eingeführt, in dem unverbrannte Kohlenwasserstoffe vollständig oxidieren und Kohlendioxid- sowie Kohlenoxid-Werte (CO) wirksam reduziert werden. Das System wird durch ein elektronisches, über die Motorsteuerung gesteuertes Ventil gesteuert und in Abhängigkeit der spezifischen Motorfunktionsbedingungen aktiviert. Dieses Ventil gewährleistet das Einleiten eines direkt von der Airbox kommenden sauberen Luftflusses in die Auslasskanäle jedes Zylinderkopfs (in einer hinter dem Auslassventil vorgesehenen Position). Ein zweites, im Motorkopf positioniertes Lamellenventil sorgt für eine einseitige Luftflussrichtung. Die kontrollierte Sauerstoffzuführung gewährleistet die endgültige Verbrennung der austretenden heißen Gase, wodurch eventuelle unverbrannte Kraftstofffrationen, die unter bestimmten Voraussetzungen den Auspuff erreichen könnten, eliminiert werden.

Antriebssystem
Die Ingenieure von Ducati haben die Ihnen zugestandene Entwurfsfreiheit voll ausgenutzt und die Abmessung des Achsstands der Wellen des 6 Gang-Getriebes erhöht, wodurch größere Raddurchmesser verwendet werden konnten und ein höherer Widerstand für die Übertragung der gelieferten Leistung möglich war. Die Ölbadkupplung ist für ein zum Topsortiment zählendes Ducati-Superbike eine absolute Neuheit. Der Entwurf der Kupplung ähnelt dem der Modelle Multistrada und Diavel. Entsprechend sieht er ein progressives Unterstützungssystem vor, das eine Zunahme der auf die Scheiben wirkenden Belastung ohne Beeinträchtigung der dem Fahrer abverlangten Hebelkraft für das Auskuppeln gewährleistet. Dieses Ergebnis garantiert eine perfekte Kombination der Übertragung hoher Drehmomente mit einem optimalen Fahrerkomfort. Bei einem sportlichen Fahrstil und plötzlichem Herunterschalten und starken Übertragungen der Motorbremse reduziert dieser Mechanismus den Druck auf die Kupplungsscheiben, weshalb im rein sportiv abgeleiteten Antihopping-Modus gearbeitet werden kann. Dieser kontrastiert wiederum den Stabilitätsverlust des Heckbereichs beim aggressiven Herunterschalten, was den Vorteil einer optimalen Modulierbarkeit beim starken Auskuppeln und Abbremsen hat.

Titanpleuel
Titanpleuel, leichter und widerstandsfähiger als ihr Pendant aus Stahl, ein Bauteil mit eindeutigem Racing-Charakter, bieten erhebliche Vorteile in Sachen Leistung: Ihr geringes Gewicht, verbunden mit einer höheren mechanischen Festigkeit, verringert die sich in Rotation und in Wechselbewegung befindlichen Massen und ermöglicht neue, ungeahnt hohe Drehzahlen bei gleichzeitig besserem Ansprechverhalten. Die Pleuel aus Titan entfesseln den Superquadro der 1199 Panigale R und erlauben es, den Drehzahlbegrenzer von 11.500 U/min der Panigale S auf 12.000 U/min anzuheben - ein Geschenk voller aufregender Rennsport-Performance.

Extremes Verhältnis von Bohrung/Hub
Das neue Verhältnis von Bohrung/Hub von 1.84:1 (Bohrung 112 mm / Hub 60,8 mm) bewirkt eine brillante Drehzahlsteigerung, was dem ultrakurzen Hub der Kurbelwelle zu verdanken ist, während die vergrößerte Kolbenfläche eine Erhöhung der Ventildurchmesser ermöglichte. Die Einlassventile wurden hier im Vergleich zum 1198 Testastretta Evoluzione Motor von 43,5 mm auf 46,8 mm und die Auslassventile von 34,5 mm auf 38,2 mm vergrößert.

Magnesiumdeckel
Die Kupplungs-, Zylinderkopf- und Ölwannendeckel werden alle aus Gussteilen aus Magnesiumlegierungen gefertigt, wodurch ein minimales Motorgewicht bei gleichzeitiger mechanischer Festigkeit mit den gewünschten Werten garantiert wird.

Motorgehäuse
Die Motorgehäusehälften wurden mit der Vacural®-Technologie im Vakuum-Druckguss gefertigt, wodurch eine maximale Gewichtseinsparung, homogene Wandstärken und eine besonders hohe mechanische Festigkeit gewährleistet werden. Ihre Form ist dagegen darauf ausgelegt, den um die Zylinderlaufbuchsen positionierten Wassermantel aufzunehmen. Der Superquadro-Motor ist mit nass gelagerten Zylinderlaufbuchsen aus Aluminium mit Nicasil-Beschichtung ausgestattet, die in der anfänglichen Montagephase in die Aufnahmebohrungen im Kurbelgehäuse eingesetzt werden. Durch diesen Entwurf lässt sich der Zylinderkopf direkt am Gehäuse befestigen, wodurch sowohl die erforderliche Festigkeit der Motorstruktur als auch deren enorme dimensionale Kompaktheit erzielt wird. Die Zylindergleitbuchsen gewährleisten außerdem aufgrund ihrer dünnen Wände einen wirksamen Wärmeaustausch mit dem entlang ihrer Wände fließenden Kühlmittel. Über die Präsenz der Zylinderlaufbuchsen hinaus zeichnen sich die Motorgehäusehälften durch die Verwendung von Kurbelwellenlagerschalen aus, die zuvor ausschließlich dem Triebwerk Ducati Desmosedici RR vorbehalten waren. Durch den Verzicht auf Kugellager konnte der Durchmesser der Kurbelwellen-Lagerzapfen vergrößert werden, womit die Vergrößerung des Gehäusequerschnitts im Bereich um die Kurbelwellenlager einhergeht. Dies gewährleistet maximale Steifigkeit und mechanische Festigkeit in Übereinstimmung mit der extremen Leistungsabgabe des Superquadro-Motors.

Unverzichtbarer Desmo
Die Notwendigkeit, die vergrößerten Ventile durch das extrem genaue Desmo-System steuern zu müssen, hat die Entwurfsingenieure dazu veranlasst, den bereits in der ersten Ducati Pantah aus dem Jahr 1979 verbauten Original-Riemenantrieb durch eine Ketten-Zahnradkombination abzulösen. Die Kettensteuerung gewährleistet eine wirksame Bewegungsübertragung zwischen Kurbelgehäuse und dem Vorgelege der Nockenwellen sowie, bedingt durch die automatische Spannungsregulierung, konstante Zuverlässigkeit und eine Senkung der Instandhaltungskosten.

Full-Ride-by-Wire
Die Öffnung und Schließung der Versorgungsdrosselklappe des Superquadro wird durch ein elektronisches Ride-by-Wire-System gesteuert. Da keine mechanische Verbindung zwischen dem Gasgriff und den Drosselklappenkörpern besteht, kann das Motorsteuergerät die Leistungsabgabe über den Öffnungswinkel der Drosselklappen regeln. Das Ride-by-Wire-System gewährleistet vom ausgewählten Riding-Mode (Power Modes) abhängige differenzierte Leistungen und Abgaben sowie eine zuverlässige Steuerung der Motorbremse (EBC). Außerdem trägt es der Kontrolle des Schlupfs am Hinterrad bei (DTC).
 
Schmierung
Die Schmierung der Lagerzapfen erfolgt über unter Druck stehendes Öl, das durch zweckmäßige im Gehäuse positionierte Kanäle zugeführt wird. Auf diese Weise wird eine wirksame Schmierung der neuen Kurbelwelle gewährleistet, der dank einer neuen Ducati-Komponente eine schnelle Ölrückgewinnung folgt. Diese Komponente bzw. Kolbenpumpe erzeugt wie bei für den MotoGP verwendeten Motoren einen Unterdruck im Pleuelbereich. Die Pumpe wird durch eine von einer Zahnradkaskade aus speziellem, hoch widerstandsfähigem Techno-Polymer mitgenommenen Welle bewegt und sorgt dafür, dass der unter den Kolben positionierte Motorgehäusebereich konstante Unterdruckbedingungen aufweist. Hierbei wird der Widerstand während des Senkhubs reduziert und eine wirksame Rückgewinnung des Schmieröls unter allen Motornutzungsbedingungen gewährleistet.

Dekompressor
Am Ende der Auslassnockenwelle jeden Zylinderkopfs befindet sich ein Fliehkraftdekompressor. Während des Starts verleiht diese Vorrichtung die Möglichkeit, das Profil des Öffnungsnocken der Nockenwelle zu verändern. Hierdurch wird eine geringfügige Hebung des Ventils bewirkt, das somit in der Lage ist, einen Teil der in der während der Motorkompression in der Brennkammer enthaltenen Mischung abzulassen. Durch diesen Effekt kann der in der Kompressionsphase der Kolbenbewegung wirkende Widerstand reduziert werden. Nach dem Anlassen des Motors, verändern die Drehzahlerhöhung und die entsprechende Fliehkraft die Konfiguration der Vorrichtung. Der Effekt der Ventilhebung wird somit aufgehoben und der Motor wird wieder in seine normale Betriebsfunktion zurückgebracht. Diese geniale Einrichtung erleichtert den Start des Superquadro-Motors ohne eine leistungsstärkere Batterie und einen wuchtigen Anlassmotor zu benötigen, wodurch das Gesamtgewicht des Fahrzeugs um circa 3,3 kg reduziert werden konnte. Dieses System unterstreicht nochmals die gemeinsame minutiöse Anstrengung von Ingenieuren und Entwurfsdesignern auf der Suche nach Möglichkeiten der Gewichtseinsparung.

Einstellbare Schwingenachsenhöhe
Für den Rennsport entwickelt, bietet die 1199 Panigale R ihrem Fahrer ein zusätzliches Quäntchen Freiheit in der Wahl des optimalen Set-Up des Motorrads und erlaubt es, den Befestigungspunkt der Hinterradschwinge zu variieren, um somit den Zugwinkel der Antriebskette zu erhöhen bzw. zu verringern. Wird die Schwingenachse nach oben verschoben, so wird der Zugwinkel der Antriebskette erhöht und eine gewisse Ausdehnung des hinteren Federbeins erwirkt. Auf diese Art wird das Eintauchen des hinteren Fahrzeugteils bei Beschleunigungsvorgängen verringert, wodurch das sonst verlorene Drehmoment für besseren Vortrieb genutzt werden kann. Bei wenig Grip oder Regen erlaubt die 1199 Panigale R, dank der einstellbaren Schwingenachse, einen geringeren Zugwinkel, der zu einem geradliniger anliegenden Drehmoment führt und somit für mehr Stabilität sorgt. Die neue 1199 Panigale R bietet vier verschiedene Einstellmöglichkeiten der Schwingenachse: Ausgehend von Stufe 0, die dem Zugwinkel der Antriebskette der Basisversion der 1199 Panigale entspricht, kann die Höhe der Schwingenachse um 2 mm gesteigert bzw. um 2 und 4 mm verringert werden.

Ergonomie
Neue ergonomische Parameter gewährleisten eine perfekte Verschmelzung von Fahrer und Motorrad. Das Höhenverhältnis von Sitzbank und Lenker wurde diesbezüglich um 30 mm verringert, während der Lenker um 10 mm erhöht und um 32 mm verbreitert wurde.

Gewichtsverteilung
Die 1199 Panigale zeichnet sich ohne aufsitzenden Fahrer durch eine Gewichtsverteilung von 52 % auf den Frontbereich und 48 % auf den hinteren Bereich aus. Bei auf der Sitzbank sitzendem Fahrer verschiebt sich diese Verteilung auf den Optimalwert 50/50, was eine absolute Stabilität und Wendigkeit des Motorrads garantiert. Erreicht wurde diese optimale Konfiguration durch die Anwendung von Lösungen, die eine Konzentration der Massen im Frontbereich ermöglichten. Der Motor wurde im Vergleich zur 1198 um 32 mm weiter vorne positioniert, die Auspuffanlage liegt unter dem Motor und der Fahrer sitzt 30 mm weiter vorne. Hinzu kommt die neue, im Vergleich zur 1198 um 39 mm längere Einarmschwinge, die komplett aus Aluminiumguss gefertigt und direkt am hinteren Motorteil befestigt ist.

Auspuffanlage
Das Layout der Auspuffkrümmer beträgt 2-1-2 mit Twin-Tubes unter der Motorölwanne. Die Zeichnung des Auspuffskomplexes ist Ausdruck höchster Ingenieurskunst: Die Rohre weisen eine durch die „tiefliegende Ölwanne" des Motors (innen) und den Biegewinkel (außen) bedingte komplexe Außenrandform auf. Die Primärkrümmer haben einen Durchmesser von Ø 55 mm und der Zentralkrümmer von Ø 57mm. Gefertigt sind die 0,8 mm starken Krümmer aus Edelstahl. Zur Gewährleistung einer besseren Vibrationsfestigkeit weisen nur zwei kurze Abschnitte der Motorköpfe eine höhere Stärke (1,0 mm) auf. Auch die Schalldämpfer bestehen aus Edelstahl. Einzig ihre Außenbeschichtung (oder Außenmäntel) wurde aus 2 mm dicker Aluminiumlegierung gefertigt (anhand eines Vorpress-, Kalandrier- und Längsschweißverfahrens). Bei den Schalldämpfern handelt es sich um 3-Kammer Reflexionsschalldämpfer: das Kammern-Layout dieser Applikation ist im Vergleich zur kanonischen Ausführung wie wir sie bei der 1198 finden, extrem komplex, was dadurch bedingt ist, dass das Abgas in den hinteren Innenteil (hinsichtlich der Fahrtrichtung) des Schalldämpfers eindringt und immer aus dem hinteren Außenteil austritt. Auch baulich hat dies eine komplexe Realisierung der ästhetisch ansprechenden Abschlusskappe in mehreren Pressstationen erfordert. Die Katalysatoren sind am Eingang der Schalldämpfer positioniert und verfügen über die Abmessung von Ø 80mm x 74,5 mm. Zur Serienausstattung der 1199 Panigale R gehört eine Termignoni Racing-Auspuffanlage, die ein anderes Motor-Mapping erlaubt.

Innovative Radfedersysteme
Bei allen Modellen der 1199 Panigale weisen die Gabeln die für Rennmotorräder der Superbike-Weltmeisterschaft typische vergrößerte Achsstandmontage auf. Dank dieser Neuerung sind auch die Bremsscheiben weiter auseinanderstehend montiert, was eine optimale Kühlung unter allen Fahrbedingungen gewährleistet. Die 1100 Panigale S und Tricolore sind am Vorderrad mit einer NIX30-Gabel mit 43 mm von Öhlins und am Hinterrad mit einem TTX36-Federbein von Öhlins ausgestattet, die jeweils über das DES (Ducati Electronic Suspension) verfügen. Zug- und Druckstufe sind elektronisch einstellbar, während die Federvorspannung manuell erfolgt. Die hintere Radfederung der 1199 Panigale sieht eine seitliche Montage vor, so dass die Einheit für spätere Einstellungen leicht zugänglich ist. Das System wurde darüber hinaus so konzipiert, dass eine Hebeleinstellung gewährleistet ist, durch die zwei unterschiedliche Konfigurationen der hinteren Radfederung erzielt werden können: „progressiv" für den Straßeneinsatz mit Beifahrer und linear („flat") für die Rennstrecke.

Ducati Electronic Suspension (DES)
Bei allen Modelle der 1199 Panigale sorgt die Gabel für einen erweiterten Radstand, typisch für die Superbike WM-Rennmotorräder. Dank dieser Maßnahme sind auch die Bremsscheiben breiter montiert, sodass in allen Situationen eine optimale Kühlung sichergestellt ist. Die 1199 Panigale S, die Tricolore und die super-sportliche R verwenden Öhlins NIX30-Gabeln (43 mm) vorne und Öhlins TTX36-Federbeine hinten, beide mit dem DES-Systems (Ducati Electronic Suspension). Sie sind in Kompression und Extension elektronisch einstellbar, während die Einstellung des Federvorspanns manuell erfolgt. Das hintere Federbein der 1199 Panigale ist seitlich montiert, wodurch die Baugruppe für die Einstellung einfach zugänglich ist. Das System ist außerdem so ausgelegt, dass das Antriebsgestänge eingestellt werden kann, wodurch zwei verschiedene Konfigurationen des hinteren Federbeins möglich sind: „progressiv" für das Fahren auf der Straße mit einem Beifahrer und linear („flat") für die Rennpiste.

Felgen
Die 1199 Panigale S, 1199 Panigale S Tricolore und 1199 Panigale R glänzen mit geschmiedeten und an der Werkzeugmaschine bearbeiteten, eleganten Dreispeichenfelgen von Marchesini. Durch die ultraleichten Felgen mit schwarzem Finish konnten im Vergleich zu den Vorgängerversionen 0,4 kg Gewicht eingespart werden.

Full TFT-Instrument
Die Instrumentenausrüstung der 1199 Panigale toppt selbst das für die Diavel entwickelte revolutionäre TFT-Cockpit durch die Anwendung fortschrittlichster Technologien im Bereich der Datenanzeige. Die Konfiguration des Farbdisplays ist variierbar und passt sich automatisch an die wechselnden Lichtverhältnisse und den gewählten Riding-Mode an. Beim Riding-Mode „Road" und „Wet" steht die Geschwindigkeit im Mittelpunkt. Entsprechend wird sie in vergrößerten Ziffern mitten auf dem Display angezeigt, während in den zwei darunter positionierten und den „Zusatzinformationen" vorgesehenen Feldern der Gesamtkilometerstand und die Temperatur der Motorkühlflüssigkeit steht. Im Riding-Mode „Race" erfolgt eine automatische Neukonfiguration des Displays. Die Fahrzeuggeschwindigkeit wird hierbei in der unten links ersichtlichen Infobox angezeigt und in der Displaymitte wird stattdessen in großen Ziffern die Rundenzeit angezeigt.

Riding-Mode
Die Riding-Modes wurden zur prompten Variation der Power-Modes des Motors und des Fahrwerk-Setups sowie der ABS-, DTC- und EBS-Levels programmiert. Die verfügbaren Modi - Race, Sport und Wet - basieren auf der Kombination extrem fortschrittlicher Technologien. Der Fahrer der 1199 Panigale hat die Möglichkeit unter drei voreingestellten Konfigurationen (Riding-Mode) die für seinen persönlichen Fahrstil oder die Streckenbedingungen jeweils am besten geeignete Einstellung zu wählen. Die Riding-Modes gewährleisten eine sofortige Änderung der Motorabgabeleistung (Power-Mode), der Reaktion des ABS-Systems (sofern vorhanden), von DTC, DQS, EBC, der Cockpit-Grafik und, bei der „S un R" -Version, der Fahrwerksabstimmung (DES). Folgende Konfigurationen stehen der 1199 Panigale zur Verfügung: Race, Sport und Wet. Der Fahrer hat zahlreiche Möglichkeiten zur Änderungen der Voreinstellungen jedes Riding-Modes.

Anti-Lock Blocking-System (ABS) 9ME
Das ABS 9 ME ist auf der 1199 Panigale ,1199 Panigale S und der Tricolore-Version und R version serienaustattung. Hierbei handelt es sich um ein Zweikanalsystem der letzten Generation, das eine Integralbremsung mit kontrollierter Anhebung des Hinterrads vollzieht, was nicht nur geringere Bremswege, sondern auch eine höhere Stabilität beim Bremsen garantiert. Das speziell für die Sportnutzung eingestellte ABS 9ME agiert in drei Auslösestufen, von denen jede einem Riding-Mode zugeordnet ist; im RACE-Modus arbeitet das System nur auf den vorderen Bremsscheiben und garantiert somit eine optimierte Leistung bei der Nutzung auf der Rennstrecke.

Bereifung
Alle 1199 Panigale sind mit den exklusiven, neuen Reifen Pirelli Diablo Supercorsa SP ausgestattet, der Straßenausführung der für die Weltmeisterschaft Superstock 1000 verwendeten Bereifung: Vorderreifen 120/70 ZR17 und Hinterreifen 200/55 x ZR17. Dies sind also die breitesten, je an einem Ducati Superbike für den Straßeneinsatz montierte Reifen. Der zum genauen Spurenhalt auf der Geraden und in der Kurve entworfene Hinterreifen 200/55 x ZR17 maximiert durch die Kombination einer Breite von 200 mm und einem höheren Profil die Kontaktfläche und Schräglagengeschwindigkeit. Die Reifen weisen direkt auf die von Pirelli im Verlauf der Superbike-Weltmeisterschaften gesammelten Erfahrungen zurückgehende Strukturen wie Mischungen auf und zeichnen sich durch speziell zur Gewährleistung von Steifigkeit beim extremen Bremsmanövern entwickelte Karkassen sowie Reifenschultern, die den Kontaktbereich maximieren aus. Die durch die Verwendung neuer Polymere erzielte Doppelmischung erleichtert eine schnelle Erwärmung des Gummis und garantiert einen konstanten Grip.

Ausstattung der 1199 Panigale R
Die 1199 Panigale R stellt die Homologationsbasis des Motorrads dar, das in der SBK-Weltmeisterschaft 2013 antreten wird. Mit denselben technischen Finessen ausgestattet wie die Version S Tricolore, darunter serienmäßig ABS und DDA+, jedoch mit einem um 1,5 kg geringeren Trockengewicht, das dank zahlreicher Kohlerfaserteile erzielt wird, die diese Version bereichern, steht die 1199 Panigale R für Leistungen und Emotionen aus dem Rennsport. Die Sportlichkeit dieses Modells wird besonders von der Ducati Corse Verkleidung hervorgehoben, sowie von den zahlreichen Zubehörteilen für den Einsatz auf der Rennstrecke: Darunter der Termignoni Auspuff, ein aerodynamisches Cockpit und Aluminium-Verschlusskappen für die Rückspiegel.

Bremsanlage
Die 1199 Panigale ist exklusiv mit den brandneuen Monoblock-Bremssätteln M50 ausgestattet. Diese zeichnen sich durch ein extrem kompaktes Design aus, das im Vergleich zu Vorgängeranlage eine Gewichtsersparnis von 7 % ermöglicht. Die aus einem Einzelblock aus Aluminiumlegierung gefertigten Bremssättel M50 bieten eine größere Steifigkeit und eine höhere Verformresistenz bei extremen Bremsungen.

Ducati Quick Shift (DQS)
Ducati Quick Shift (DQS) ist ein im Wettkampfbereich verwendeter elektronischer Schaltautomat, durch den die Gänge beim Beschleunigen, ohne Betätigung der Kupplung und bei geöffnetem Gasgriff geschaltet werden können: Dadurch lassen sich wertvolle Sekundenfraktionen sparen, was einen entscheidenden Beitrag zur Verringerung der Rundenzeiten gewährleistet.

Power-Mode
Die Power-Modes sind unterschiedliche, vom Fahrer einstellbare Motormappings zur Anpassung von Leistungslevel und -abgabe an seinen persönlichen Fahrstil und die Streckenbedingungen. Die 1199 Panigale verfügt über drei jeweils einem Riding-Mode zugeordnete Power-Modes: 120 PS mit „sanfter" Leistungsabgabe 195 PS mit „sanfter" Leistungsabgabe 195 PS mit „direkter" Leistungsabgabe

Komponenten aus Kohlefaser
Die 1199 Panigale R ist mit raffinierten Kohlefaser-Bauteilen für den Rennstreckeneinsatz bereichert, die ihr Trockengewicht im Vergleich zur Version S Tricolore um 1,5 Kg verringern und ihre Rennsportambitionen unterstreichen: Hinterradschwingenschutz, Fersenschutz, Luftleitkanalabdeckungen, Cover für Zündschlüsselblock und hinteres Federbein, vorderer und hinterer Kotflügel und Kupplungsdeckelschutz.

Engine Brake Control (EBC)
Das die Motorbremse regulierende System zur elektronischen Bremskraftverteilung (EBC) agiert im Verbund mit der Antihopping-Kupplung, um beim drastischen Herunterschalten eine Hinterradblockierung zu vermeiden und diese zu steuern. Sobald das System den Schlupf des Hinterrads erfasst, sendet es ein Signal an die Steuereinheit des Motors, welches die Drehzahl so lange geringfügig erhöht, bis das Hinterrad wieder die gleiche Geschwindigkeit des Vorderrads aufweist.

Ducati Traction Control (DTC)
Die Ducati Traction Control (DTC) kontrolliert die Schlupfsteuerung des Hinterreifens und basiert auf acht unterschiedlicher Ansprechstufen, von denen jede in Hinblick auf die Gewährleistung eines differenzierten Toleranzwerts bezüglich des Hinterradschlupfs programmiert wurde. Für jeden Riding-Mode ist eine voreingestellte Stufe vorgesehen. Der Level „acht" steht für eine bei der geringsten Schlupferfassung ausgelöste Reaktion, während sich der sehr erfahrenen Fahrern vorbehaltene Level „eins" durch eine höhere Toleranz auszeichnet und ein weniger invasiv ansprechendes System vorsieht.

DDA+ ready
Der DDA+ (auf Anfrage auf der 1199 Panigale und 1100 Panigale S, Standard bei der Tricolore und R) entstammt der letzten Generation des Ducati Data Analyzers. Durch das integrierte GPS-Signal lässt sich hiermit eine „virtuelle Strecke" kreieren. Das System erfasst automatisch und ohne Einwirken des Fahrers die Rundenbeendigung und unterbricht die Zeitenerfassung. Durch das integrierte GPS-Signal lassen sich auf der Rennstreckenkarte auch die gefahrenen Wege und wichtigsten Fahrzeugparameter anzeigen: Gasöffnung, Geschwindigkeit, Motordrehzahl, gewählter Gang, Motortemperatur, DTC-Stufe.

LED-Lichtsysteme
Die Ausführungen S- und S Tricolore sind mit einer Voll-LED-Beleuchtung ausgestattet, was auf dem weltweiten Motorradmarkt eine absolute Neuheit darstellt. Der 100-prozentige „Racing-Look" dieses neuen Superbikes wird durch den Full-LED-Doppelfrontscheinwerfer garantiert, der als Teil der frontalen Einlasskanäle entwickelt wurde. Die Twin-LED-Rücklichter wurden harmonisch um die in die Sitzbank-Heckverkleidungsgruppe integrierten Luftkanäle geformt und haben beim Einschalten eine eindrucksvolle und durch die Bremslichter hervorgehobene Lichtführungswirkung. Auch die vorderen und hinteren Blinker sowie die Kennzeichenbeleuchtung basieren auf LEDs.
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