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2027 - Honda - CB1000F - Retro-Naked-Bike mit modernen Technik

2027 - Honda - CB1000F - Retro-Naked-Bike mit modernen Technik
Die CB1000F versprüht den Stil der Achtziger Jahre, ist jedoch viel mehr als eine Retro-Kopie.
Donnerstag, 8. Oktober 2026 11:41
Autor: Honda
Erstellt durch: Peter Pasalt
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Junges Herz, legendärer Spirit – das ist die Geschichte der Honda CB1000F.

·        Die neue Honda CB1000F trägt den Spirit der legendären CB750F/CB900F-Bol d´Or-Modelle in die Gegenwart

·        Die Entwickler um Projektleiter Takayuki Haramoto konzipierten einen vielseitigen Vierzylinder-Roadster, bei dem Feeling und Fahrspass im Vordergrund stehen

·        Die CB1000F glänzt als Retro-Naked-Bike mit modernen Technik-Features – und ist ab sofort bei den Händlern erhältlich

Als Freddie Spencer 1981 mit Honda USA und der CB750F in der AMA-Superbike-Meisterschaft für Furore sorgte, war Takayuki Haramoto noch ein Kind. Heute ist Haramoto-san als Projektleiter bei Honda für die Entwicklung der CB1000F verantwortlich – jenem neuem Naked-Bike im Retro-Look, das sich am legendären Renn-Superbike von „Fast Freddie“ orientiert.

Die CB1000F versprüht den Stil der Achtziger Jahre, ist jedoch viel mehr als eine Retro-Kopie. Das neue Vierzylinder-Bike, das inzwischen bei den europäischen Honda-Händlern eingetroffen ist, performt mit dem von der Fireblade abgeleiteten Motor, einem modernen Fahrwerk mit hochwertigen Federungs-Komponenten sowie zeitgemäßen Features – wofür das Entwicklungsteam eine Fülle Herausforderungen abarbeiten und meistern musste.

„Bei der CB1000F war ein direkter Nachfolger der einstigen CB750F/CB900F-Modelle nicht das vorrangige Ziel“, erklärt Haramoto-san. „Wir haben die CB1000F als klassisch japanisches Inline-Four-Naked-Bike konzipiert, das vielseitig einsetzbar sein sollte und bei dem Feeling und Fahrvergnügen im Vordergrund stehen. Bei der optischen Umsetzung als sehniger Roadster liessen wir uns dann vom optischen Auftritt der F-Modelle inspirieren.“

Deren Designelemente verkörpern den typischen Bol d’Or-Stil. Die CB-Modelle der späten 70er und frühen 80er Jahre, die zusätzlich nach dem 24-H-Langstreckenklassiker benannt wurden, erlangten Kultstatus, weil sie für die Kunden ein Motorrad in aufregend modernem Design darstellten, angetrieben von einem leistungsstarken Vierzylinder mit echter Motorsport-DNA.

„Die CB750F/900F-Modelle waren ungewöhnlich faszinierend“, erläutert Takayuki Haramoto. „Diese Optik, bei dem das Bodywork durchgehend vom 
Tank bis zum Heck reicht, markierte einen Wendepunkt im Motorraddesign. Diese Linienführung wirkt auch heute noch attraktiv. Auch die markante 
Farbgebung war sehr gelungen. Reizvoll finde ich auch, dass es sich um sportliche Allrounder handelte, die die Technik der damals sehr erfolgreichen 
RCB-Langstrecken-Rennmaschinen in die Serienfertigung transferierten.“

Das Bestreben, die CB750F und die CB900F neu zu interpretieren, begann mit einer einfachen, aber ehrgeizigen Frage: Wie lässt sich die Faszination 
dieser Maschinen in die Gegenwart  übertragen, ohne das zu verlieren, was sie zu Ikonen gemacht hat?

„Ausgangspunkt war, die zeitlose Ausstrahlung in die Moderne zu übersetzen“, erläutert Takayuki Haramoto. Entsprechend inspiriert ging das 
Entwickler-Team vor, mit dem Ergebnis, das eine durchgehende Linie vom Tank bis zum Heck auch das Design der neuen 
CB1000F kennzeichnet – ähnlich wie es die Originalmodelle vorexerziert hatten.

Um Tradition und Innovation in Einklang zu bringen, galt es jedoch, sich von reiner Nostalgie zu lösen. 

Haramato: „Zuvor galt es das zukunftsfähige Konzept eines klassischen Roadsters aufzustellen, zu dem selbstverständlich auch moderne Ausstattungs-Zutaten gehörten. Formuliertes Ziel war es ebenfalls, dem Motorrad eine „würdevolle Präsenz, wie sie einem hubraumstarken Motorrad gebührt“, zu verleihen und gleichzeitig das einfache Handling zu bewahren, das die CB-Modellreihe seit jeher auszeichnet.
So entstand ein Design, das auf Kontrasten basiert: „Eine kraftvolle und kompakte Frontpartie“, gepaart mit „einem anmutig leichten Heck“. 

Dem modernen Kern verlieh man laut Haramoto-san gezielt „jene wesentlichen Design-Züge, die der ‚F‘ eigen sind – mit durchgängig schlichten Formen und klaren Flächen.“

Das Remake einer Maschine mit erfolgreicher Historie brachte auch Herausforderungen mit sich. Die Modelle der späten 1970er und frühen 1980er Jahre unterscheiden sich technisch erheblich von der modernen CB1000F. Haramoto: „So stießen wir auf Schwierigkeiten aufgrund der unterschiedlichen Fahrzeugkomponenten bei den Modellen von einst.“

Die Bol d´Or-Modelle verfügten über einen Doppelschleifenrahmen, horizontal verlaufende Ansaugtrakte und bodenständige Elektrik, während die heutige Plattform auf einen Diamond-Brückenrahmen, Fallstrom-Einlasskanäle und fortschrittliche Elektronik mit Schräglagen-ABS, Traktionskontrolle und Fahrassistenz-Programme setzt. „Die moderne Rahmenkonstruktion stellte uns z.B. bei der Gestaltung des Kraftstofftanks vor echte Herausforderungen“, merkt Haramoto an und betont dazu, dass im Umfeld selbst einfachste Details von Grund auf neu konstruiert und entwickelt 
werden mussten.

Mit der Realisierung der CB1000F schließt sich für Haramoto-san durchaus ein Kreis. „Die Leidenschaft für motorisierte Zweiräder wurde bereits geschürt, als ich auf der Honda Monkey meines Vaters fahren durfte“, schildert er voller Begeisterung. Das Interesse vertiefte sich schließlich durch die Lektüre der in Japan bekannten Manga-Abenteuer „Baribari Densetsu“, deren Motorradprotagonist zunächst eine CB750F steuert; bald begann Haramoto selbst, kurvenreiche Bergpässe per Motorrad zu erkunden.

Takayuki Haramotos beruflichen Werdegang prägten mehrere Meilensteine. Als Entwickler arbeitete er an der aktuellen CB750 Hornet sowie der 2023er XL750 Transalp mit. Mit besonderem Respekt spricht er über Masatoshi Sato, den Projektleiter für eben diese Modelle sowie für  die CBR1000RR Fireblade: „Ich habe viel von Herrn Masatoshi Sato gelernt – sowohl als Konstrukteur als auch über die Aufgabe eines verantwortlichen Projektleiters.“

Anders als andere Entwickler zählt Haramoto keine Vorbilder auf, die ihn inspiriert oder geprägt hätten. 

„Da ich aus der technischen Konstruktion komme und kein Designer im klassischen Sinne bin, fallen mir keine bestimmten Personen oder Marken ein“, räumt er ein. Geschmack und Inspiration speisen sich eher aus eigenen Leidenschaften und Hobbys; so schätzt er traditionelle Fender-Instrumente wie Stratocaster-Gitarren und jazzige Bassinstrumente. In der Welt der Fahrzeuge bewundert er die Maschinen im Trickfim „Akira“ von 1988. „Vielleicht bewege ich deshalb privat eine NM4 Vultus“, fügt er lächelnd hinzu.

Abseits vom konstruktiven Alltag drehen sich Haramotos Interessen um kulturell erbauliche Reisen, Musik und kreatives  Erkunden neuer Dinge. „Ich genieße schöne Motorradtouren, Gitarrespielen und das Tüfteln an modularen Synthesizern“, schildert er freimütig. 

Auf die Frage, welche Maschine er am liebsten einmal ausprobieren würde, antwortet Haramoto ohne Zögern:

„Ich würde gerne einmal das Fahrgefühl einer frühen Honda CB750 Four oder einer 900er Z1-Kawasaki erleben.“  Dabei wäre nicht nur das Fahrerlebnis auf einem älteren Motorrad reizvoll, sondern auch das zeitgeistige Eintauchen in diese spezielle Ära und das Verspüren jener mitreissenden Energie, die einst damit verbunden war. Eine ähnliche Faszination transportiert wohl auch 
die CB1000F – manche Motorräder verkörpern eben weit mehr als nur ein legendäres Vorgängermodell.
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